Teilnahme an der Investitionskostenkalkulation (InEK) – aber wie?

Auf Grundlage der Ergänzungsvereinbarung zur „Erhöhung der Repräsentativität der Kalkulation“ werden zufällig ausgewählte Kliniken zur Abgabe einer InEK-Investitionskostenkalkulation verpflichtet. Die Finanzbuchhaltung und das Controlling stehen gemeinsam vor der Aufgabe, Investitionsmaßnahmen für das InEK aufzubereiten.

Was ist die Investitionskostenkalkulation?
Bei der Investitionskostenkalkulation werden zielgerichtet bestimmte förderfähige (im Sinne des KHG) Investitionsmaßnahmen für die Kalkulation aufbereitet. Eine nach sachlichen und zeitlichen Kriterien abgegrenzte Ausschnittsbetrachtung liegt der Investitionskostenkalkulation zugrunde. Dies bedeutet, es werden nicht alle getätigten Investitionen des gesamten Krankenhauses betrachtet, sondern ausgewählte Investitionsmaßnahmen, die einen vom InEK definierten Ausschnitt der Anlagenausstattung (Investitionskostenmodule) abdecken. Zur erfolgreichen Teilnahme an der Investitionskostenkalkulation müssen die Anlagegüter zu den vom InEK vorgegebenen Kostenstellengruppen und differenzierten Anlagekonten zugeordnet werden. Als Datengrundlage werden die Investitionskosten, Daten zur Anlagenausstattung (z. B. vorgesehene Nutzungsdauer), verschiedene Leistungsdaten (z. B. Patientenbehandlungen) und gebäudebezogene Daten (z. B. Raumgröße) benötigt. 

Grundlage einer erfolgreichen Investitionskostenkalkulation sind eine gute Anlagenbuchführung, ein differenzierter Kostenstellenplan und das Vorhandensein der Leistungsdaten. In der Anlagenbuchhaltung sollten die Zu- und Abgänge der Anlagegüter sorgfältig gebucht sein und zu deren Abgleich sollte eine aktuelle Inventarliste vorliegen. In der Praxis zeigt sich, dass die Anlagenbuchhaltung bei vielen Krankenhäusern unzureichend gepflegt wird und zunächst verbessert werden muss. Das Beraterteam der Solidaris unterstützt vor Ort die Mitarbeiter der Finanzbuchhaltung bei notwendigen Korrekturen und stellt so eine gute Datengrundlage her.

Praxisbeispiel 1: Aufarbeitung der Anlagenbuchhaltung
Bei einem Projekt mit einem Erstkalkulierer stimmten die Anlagegüter der Anlagenbuchhaltung nicht mit der Inventarliste überein. In einem Projekttreffen wurden die fraglichen Anlagegüter identifiziert und in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Finanzbuchhaltung teilweise bereinigt. Mit Hilfe von Algorithmen konnte diese Arbeit zügig erfolgen. Im zweiten Schritt wurde der Verbleib aktivierter Anlagegüter unter Mitarbeit der Medizintechnik geklärt. Die Anlagenbuchhaltung wurde dadurch schrittweise aktualisiert, so dass am Projektende eine korrekte und aussagekräftige Darstellung des Anlagebestandes vorlag.

Praxisbeispiel 2: Falsche Zuordnung der Anlagegüter
Im Projektablauf stellte die Zuordnung der Anlagegüter zu Kostenstellen häufig eine Herausforderung dar. Eine Vielzahl der Anlagegüter wurde über eine Fachabteilung angefordert und dort auch verbucht. Die Systematik der Kalkulation erfordert jedoch eine Darstellung in den relevanten Leistungsbereichen und den entsprechenden Kostenstellengruppen. Es lag jedoch keine verlässliche Aussage zur passenden Kostenstelle vor. Das Beraterteam konnte auf Grund von Erfahrungen aus anderen Projekten regelmäßig eine Klassifizierung vorschlagen. In Einzelfällen konnte durch Befragung der Medizintechnik oder im letzten Schritt des verantwortlichen Leistungsstellenleiters stets eine vollständige und zutreffende  Klassifizierung vorgenommen werden.

Praxisbeispiel 3: Überarbeitung des Kostenstellenplans
Bei allen von uns begleiteten Projekten der Investitionskostenkalkulation in psychiatrischen Kliniken fehlten die im InEK-Standard vorgesehenen Kostenstellen der therapeutischen Bereiche im Kostenstellenplan. Für jedes Investitionskosten-Projekt wird von der Solidaris eine separate Datenumgebung bereitgestellt, in der alle vorgesehenen Kostenstellen im Vorfeld eingerichtet wurden. Daher mussten im Rahmen eines Projekttreffens nur die Anlagegüter klassifiziert und den Kostenstellen gemäß InEK-Standard zugeordnet werden. Es waren keine Änderungen des Kostenstellenplans in der Datenumgebung des Mandanten erforderlich.

Vorteile der langjährigen Teilnahme an der Investitionskostenkalkulation
Bei einer mehrjährigen Teilnahme an der Investitionskostenkalkulation entfallen viele aufwändige Arbeitsschritte. Die Datengrundlage der Anlagenbuchhaltung ist nach einer erfolgreichen ersten InEK-Kalkulation auf einem aktualisierten Stand. In der Kostenstelle, in der die Anlagegüter für die Leistungserstellung verwendet werden, sind auch die Investitionskosten des Anlagegutes abgebildet. Dadurch wird ab einem zweiten Kalkulationsjahr der Fokus auf Zugänge und Abgänge von Anlagegütern und deren Relevanz für die InEK-Investitionskostenkalkulation gelegt. 

Die Solidaris Unternehmensberatung unterstützt seit Beginn dieses Verfahrens eine Vielzahl von Krankenhäusern bei der Einrichtung und Durchführung einer Investitionskostenkalkulation. Unser Kalkulationsteam für Kostenträgerrechnung greift auf Praxiserfahrung direkt aus dem InEK zurück und weist eine Erfolgsquote bei InEK-Teilnahmen von 100 % auf. Weitere Vorteile auf einen Blick:  

  • Sie benötigen keine zusätzliche Softwarelösung, denn wir stellen Ihnen kostenfrei eine geeignete Datenumgebung zur Verfügung.
  • Sie profitieren von einer transparenten und aktualisierten Anlagenbuchhaltung und erhalten die Kalkulationsergebnisse. So können Sie Ihre Geräteinvestitionen mit den bundeseinheitlichen Investitionsbewertungsrelationen vergleichen.
  • Die Kalkulationsergebnisse stehen Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung und können bei Bedarf von unserem Beraterteam interpretiert und vorgetragen werden.

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