IT-Beratung für das Gesundheits- und Sozialwesen und die Freie Wohlfahrtspflege

Unternehmensbewertung

Ausgangslage:

Im Rahmen der wirtschaftlichen Betätigung von Unternehmen entstehen regelmäßig Bewertungsanlässe. Diese lassen sich bei Transaktionsprozessen klassischerweise wie folgt zusammenfassen: 

  • Bewertung von Unternehmen (IDW S 1) bzw. von Praxen (z. B. im Wege des modifizierten Ertragswertverfahrens) 
  • Bewertung einzelner Vermögensgegenstände, wie 

    • immaterielle Vermögensgegenstände, 
    • Beteiligungen oder Altersversorgungsverpflichtungen, insbesondere im Rahmen der Erstellung von Monats- / Quartalsberichten oder Jahresabschlüssen sowie bei der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss. 

  • Daneben beinhalten auch betriebswirtschaftliche Investitionsrechnungen umfassende Aspekte der Bewertung beim Entscheidungs- und Auswahlprozess über anstehende Investitionsprojekte.

Die Unternehmensbewertung ist aufgrund der branchenspezifischen Abläufe und Rahmenbedingungen eine vielschichtige, hochspezialisierte Tätigkeit. Ziel einer Unternehmensbewertung ist es, unter Berücksichtigung des Bewertungsanlasses, einen Unternehmenswert festzustellen, welcher über die Ermittlung einer theoretischen Kaufpreisbandbreite (Fairer Wert, Preisober- bzw. Preisuntergrenze) als Ansatzpunkt für die Kaufpreisverhandlungen fungieren kann.

Als Grundlage der Unternehmensbewertung dient eine prospektive und fundierte Unternehmensplanung, die einen Planungszeitraum von drei bis fünf Jahren umfassen sollte. Die anzuwendenden Bewertungsmethoden werden dabei von dem vordefinierten Bewertungsanlass bestimmt. Als gängige Bewertungsmethoden dienen ertragsorientierte (Ertragswert und Discounted-Cashflow) und vergleichsorientierte (Multiplikatorenmethode etc.) Verfahren. Des Weiteren können Substanz- oder Liquidationswert basierte Verfahren angewendet werden.

Im Unternehmen mit überwiegend gemeinnütziger Zielsetzung wird der Unternehmenswert unter Annahme der Unternehmensfortführung regelmäßig nach dem Ertragswertverfahren bestimmt. Hierbei werden die vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) entwickelten und allgemein anerkannten Grundsätze ordnungsgemäßer Unternehmensbewertungen (IDW S1) vollumfänglich oder im Rahmen einer indikativen Unternehmensbewertung in Anlehnung an IDW S1 partiell angewendet. Für die Bewertung von Arztpraxen stellt aufgrund höchstrichterlicher Entscheidungen das sog. modifizierte Ertragswertverfahren ein branchentypisches Verfahren dar.

Neben der Bewertung von Unternehmen im Ganzen bestehen aber auch immer wieder Notwendigkeiten zur Bewertung von einzelnen Vermögensgegenständen. Für die erstmalige Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss ist im Rahmen der Kapitalkonsolidierung zwingend die Neubewertungsmethode vorgeschrieben. In diesem Zusammenhang ist es notwendig, einen gezahlten Kaufpreis auf die erworbenen Vermögensgegenstände aus Konzernsicht mit den hierin enthaltenen stillen Reserven sowie Lasten zu allokieren. Im Rahmen der Erstellung und Prüfung von Jahresabschlüssen von Ordensgemeinschaften sowie von Vermögens- und Finanzplanungen von Ordensgemeinschaften liegt ein besonderer Fokus unserer Tätigkeit auf der Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen..

Auch bei anstehenden Investitionsentscheidungen können sich Fragestellung in Bezug auf die Bewertung von Investitionsalternativen ergeben. Klassische Verfahren umfassen insbesondere die statische und dynamische Investitionskostenrechnung. Daneben haben sich in der modernen Theorie auch finanzielle Bewertungsverfahren mittels sogenannter vollständiger Finanzpläne etabliert, bei denen Investitionen über den geplanten Investitionszeitraum als Einzahlungen und Auszahlungen betrachtet werden.

Ihr Nutzen:

 

  • Sie erhalten adäquate Entscheidungsgrundlagen für langfristige und strategische Fragestellungen
  • Sie erhalten Transparenz über den aus theoretischer Sicht ableitbaren Unternehmenswert als Basis für die Verhandlung eines möglichen Verkaufs- bzw. Kaufpreises bzw. einer Transaktionssumme, unter Berücksichtigung eigener Renditeüberlegungen

    • Sie verfügen über die Kenntnisse des objektiven Unternehmenswerts sowie einer Bandbreite des Unternehmenswertes im Rahmen von Sensitivitätsanalysen
    • Sie erhalten Informationen zu Preisober- bzw. Untergrenzen durch die Ermittlung subjektivierter Unternehmenswerte
    • Sie erhalten eine Absicherung des Ertragswertes durch Verifizierung der Ergebnisse anhand alternativer Bewertungsmethoden (insb. Multiplikatoren-Methode)

  • Sie erhalten eine Plausibilisierung der Planungsrechnungen und damit Transparenz in der geplanten, wirtschaftlichen Entwicklung des Bewertungsobjektes
  • Sie erhalten eine Einschätzung der Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells des Bewertungsobjektes
  • Sie verfügen über valide Berechnungen von grundsätzlichen Bewertungsfragestellungen nach den gängigen Verfahren der Bewertungspraxis und Investitionskostenrechnung

Ziele unserer Beratungsleistung:

  • Sie erhalten ganzheitliche Beratungs- und Bewertungsleistungen im Rahmen des Transaktionsprozesses und Post Merger Phase aus einer Hand
  • Sie bekommen Informationen über die Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken Ihres Zielunternehmens
  • Sie verfügen über eine Herausarbeitung von monetären und nicht monetären, strategischen Komponenten
  • Sie werden bei der Ermittlung eines objektivierten Unternehmenswertes,  bei der Ableitung einer theoretischen Bandbreite für einen Kaufpreis (Preisober- / Preisuntergrenze) sowie von Werten einzelner Bewertungspositionen unterstützt

Leistungsumfang:

Den Leistungsumfang bestimmen Sie, je nach Bedarf und Status quo. Sprechen Sie uns u. a. zu folgenden Themen an:

  • Ermittlung von Unternehmenswerten und Praxiswerten unter vollständiger oder analoger Anwendung der Grundsätze nach IDW S1
  • Steigerung der Transparenz hinsichtlich eines Unternehmenswertes des Bewertungsobjektes unter Berücksichtigung der vorliegenden Planungen
  • Analyse der Vor- und Nachteile von Handlungsoptionen
  • Unterstützung bei der Analyse von Argumenten und Verhandlungsoptionen für Zwecke der Kaufpreisgestaltung
  • Ermittlung von Anteilsverhältnissen / Barausgleichsbeträgen
  • Anfertigung eines Chancen- und Risikoprofils des Bewertungsobjektes
  • Bewertung von Immateriellen Vermögensgegenständen (IDW S5)
  • Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen von Ordensgemeinschaften
  • Unterstützung bei der Wertfindung im Rahmen der Erstkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode für den Konzernabschluss
  • Beurteilung und Bewertung von Investitions- und Finanzierungsentscheidungen

 

Kontakt
Ihre Ansprechpartner an unseren Standorten:
Köln
WPin StBin
Claudia Schürmann-Schütte
+49 (0)2203 8997-502
 
Leitung Geschäftsbereich Unternehmensberatung
Solidaris Revisions-GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
WPin StBin Claudia  Schürmann-Schütte
Claudia Schürmann-Schütte
  • Ausbildung zur Bankkauffrau (1987) und anschließende Tätigkeit als Bankkauffrau
  • Studium der Wirtschaftswissenschaften (Diplom 1993) an der Universität Duisburg-Essen 
  • Berufsexamen zur Steuerberaterin (1997) und Wirtschaftsprüferin (1999)
  • Mehrjährige Tätigkeit bei einer Big4-Gesellschaft im Bereich der Wirtschaftsprüfung und der Beratung und zuletzt Führungsverantwortung bei einer mittelständischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Schwerpunkt auf der Beratung von Transaktionen und Bewertungen im Gesundheits- und Sozialwesen 
  • Seit 1. Januar 2019 bei der Solidaris tätig als Leiterin des Geschäftsbereiches Unternehmensberatung
Schwerpunkte
  • Beratung finanzieller, organisatorischer und strategischer Fragestellungen von ambulanten und stationären Einrichtungen und Trägern des Gesundheits- und Sozialwesens
  • Umfassende käufer- und verkäuferseitige Begleitung von Transaktionen (u.a. strukturierte Bieterverfahren, Due Diligence, Prozessbegleitung und Verhandlungsunterstützung, Kaufpreisermittlung)
  • Begleitung von Kooperations- und Zusammenschlussprozessen (u.a. Prozessbegleitung, Verhandlungs- und Gesprächsunterstützung, Due Diligence, Ermittlung von Anteilsverhältnissen)
  • Unternehmensbewertungen u.a. nach IDW S1 
  • Erstellung und Plausibisierung von Businessplänen
  • externe und interne Referententätigkeit 
  • Fachartikel zur Beratung von Transaktionen, Zusammenschlüssen und Bewertungen von Unternehmen des Gesundheits- und Sozialwesens
Veröffentlichungen in der Fachpresse 2019
  • Verbünde stehen besser da: Wohlfahrt intern, 7.8/2019, S. 22-23.