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Due Diligence

Ausgangslage:

Der aus dem angloamerikanischen Sprachraum stammende Begriff Due Diligence bedeutet so viel wie „mit der erforderlichen Sorgfalt“. Im Vorfeld eines Transaktions- oder Zusammenschlussvorhabens umfasst die Due Diligence die Verantwortung der Unternehmensführung, eine ganzheitliche rechtliche, steuerliche sowie leistungs- und finanz- wirtschaftliche Untersuchung des Transaktionsobjektes vorzunehmen.

Eine Due Diligence kann je nach Einzelfall insbesondere folgende Bestandteile umfassen:

  • Financial Due Diligence 
  • Commercial Due Diligence
  • Legal Due Diligence
  • Tax Due Diligence 
  • Technical Due Diligence 

Die Financial Due Diligence spielt eine zentrale Rolle im Rahmen beabsichtigter Prozesse bei Kooperationen, Fusionen und Transaktionen. Ein zentraler Schwerpunkt der Financial Due Diligence ist dabei die Plausibilisierung der zukünftig erzielbaren Ergebnisse und Cashflows anhand vorliegender Unternehmensplanungen. Letztere werden anhand aktueller Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Zielobjekts sowie den in den Planungen enthaltenen Maßnahmen und Planungsprämissen analysiert. Der relevante Untersuchungszeitraum bezieht sich in der Regel auf die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre sowie auf einen Planungszeitraum von drei bis fünf Jahre.

Die Financial Due Diligence sollte mit den anderen Teilbereichen der Due Diligence (Commercial, Technical, Legal und Tax Due Diligence) flankiert werden, um ein hinreichend transparentes Chancen- und Risikoprofil des Zielunternehmens zu erlangen. Die Ergebnisse der Financial Due Diligence Prüfung fließen regelmäßig in die Bewertung des Unternehmens und damit in die Wertfindung im Rahmen einer Transaktion ein. 

Bei der Commercial Due Diligence Prüfung werden die Markt- und Wettbewerbssituation und das aktuelle Leistungsgeschehen der Zielgesellschaften untersucht. Ziel der Markt- und Wettbewerbsanalyse ist die Schaffung von Transparenz hinsichtlich der Positionierung der Zielgesellschaften im regionalen Wettbewerbsumfeld. Hierzu werden Einrichtungsdaten gezielt mit öffentlich zugänglichen Daten und Statistiken kombiniert, um auf diese Weise Aussagen zur Marktentwicklung, der Wettbewerbssituation sowie den vorliegenden Patientenströmen ableiten zu können. Weiterhin wird mittels Datenanalysen das Leistungsgeschehen der Zielgesellschaften untersucht und bewertet. Ziel der Analysen ist es, Transparenz über die derzeitige Zusammensetzung, etwaige Schwerpunkte sowie die Entwicklung der vorgehaltenen Leistungen zu schaffen.

Gegenstand der Legal Due Diligence ist die Prüfung der rechtlichen Verhältnisse der Zielgesellschaften. Im Rahmen der rechtlichen Prüfung werden die gesellschaftsrechtlichen Grundlagen, krankenhaus- bzw. medizinrechtliche Vereinbarungen, Grundstücksverhältnisse (insbesondere auch unter Beachtung der Eigentumsverhältnisse), arbeitsrechtliche Verhältnisse sowie sonstige wesentlichen Verträge, Bescheide, Protokolle etc. auf mögliche wesentliche Rechtsrisiken hin untersucht. Insbesondere zählen dazu langfristige schuldrechtliche Verträge (z. B. Miet- und Pachtverträge, Kooperationsverträge, Lieferverträge, Garantien und Bürgschaften), öffentlich-rechtliche Genehmigungen behördliche Bescheide betreffend die Zielgesellschaften. 

Im Rahmen der Tax Due Diligence wird eine vergangenheitsorientierte Analyse der Steuerhistorie der Zielgesellschaften durchgeführt, um so vor allem wesentliche steuerliche Falschdeklarationen bzw. Nichtdeklarationen zu identifizieren und zu quantifizieren. Ein weiterer Schwerpunkt bildet der Bereich der Umsatzsteuer, hier insbesondere die Abgrenzung und Deklaration von steuerbaren, steuerpflichtigen und steuerbefreiten Umsätzen unter Berücksichtigung von Vorsteueraspekten. 

Die Technical Due Diligence beschäftigt sich im Wesentlichen mit der baulichen und technischen Infrastruktur des Zielobjektes. Neben einer Bewertung des baulichen und technischen Zustands der Infrastruktur und der Ermittlung des bestehenden Instandhaltungsbedarfs erfolgt insbesondere auch eine Bewertung der vorliegenden Investitionsplanung.

Ihr Nutzen:

  • Sie erhalten ein umfassendes Leistungsangebot für die Bestandteile Due Diligence durch ein interdisziplinäres und anforderungsgerecht zusammengestelltes Team der Solidaris Unternehmensgruppe
  • Sie erhalten persönliche Betreuung über den gesamten Verlauf des Transaktionsprozesses und qualifizierte Services aus einer Hand
  • Koordination des Transaktionsprozesses durch einen zentralen Ansprechpartner.
  • Sie erlangen Kenntnisse über die aktuelle Wettbewerbssituation, die rechtliche und steuerliche Ausganglage, die infrastrukturellen Verhältnisse sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Zielunternehmens
  • Sie erfahren über die rechtlichen, steuerlichen, infrastrukturellen sowie leistungs- und finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken Ihres Zielobjektes
  • Sie sind in der Lage, die zukünftige, wirtschaftliche Entwicklung auf Basis der Unternehmensplanung, unter Einbindung der identifizierten Chancen und Risiken zu verifizieren

Ziele unserer Beratungsleistung:

  • Transparenz und Sicherheit für die Beurteilung Ihres Zielobjekts
  • Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken Ihres Zielunternehmens
  • Keine negativen Überraschungen nach erfolgreicher Übernahme des Zielunternehmens
  • Sie erhalten eine ganzheitliche Beratung von Anfang bis zum Ende des Transaktionsprozesses

Leistungsumfang:

Den Leistungsumfang bestimmen Sie, je nach Bedarf und Status quo. Sprechen Sie uns u. a. zu folgenden Themen an:

  • Umfassendes Leistungsangebot für sämtliche Phasen des Transaktionsprozesses vom Anfang bis zum Ende (einschließlich Post Merger Phase) durch ein mit interdisziplinären Experten individuell zusammengestelltes Team
  • Fundierte Untersuchungen der rechtlichen und steuerlichen Situation des Zielunternehmens 
  • Analyse der aktuellen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie Plausibilisierung von Planungsrechnungen unter Berücksichtigung der vorliegenden Chancen und Risiken (detailliert oder als Quickcheck)
  • Technische Begutachtung der Infrastruktur des Zielunternehmens
  • Durchführung einer Financial Due Diligence sowohl aus Käufersicht (Buy Side Due Diligence) als auch aus Verkäufersicht (Vendor Due Diligence)

 

Kontakt
Ihre Ansprechpartner an unseren Standorten:
Köln
WPin StBin
Claudia Schürmann-Schütte
+49 (0)2203 8997-502
 
Leitung Geschäftsbereich Unternehmensberatung
Solidaris Revisions-GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
WPin StBin Claudia  Schürmann-Schütte
Claudia Schürmann-Schütte
  • Ausbildung zur Bankkauffrau (1987) und anschließende Tätigkeit als Bankkauffrau
  • Studium der Wirtschaftswissenschaften (Diplom 1993) an der Universität Duisburg-Essen 
  • Berufsexamen zur Steuerberaterin (1997) und Wirtschaftsprüferin (1999)
  • Mehrjährige Tätigkeit bei einer Big4-Gesellschaft im Bereich der Wirtschaftsprüfung und der Beratung und zuletzt Führungsverantwortung bei einer mittelständischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Schwerpunkt auf der Beratung von Transaktionen und Bewertungen im Gesundheits- und Sozialwesen 
  • Seit 1. Januar 2019 bei der Solidaris tätig als Leiterin des Geschäftsbereiches Unternehmensberatung
Schwerpunkte
  • Beratung finanzieller, organisatorischer und strategischer Fragestellungen von ambulanten und stationären Einrichtungen und Trägern des Gesundheits- und Sozialwesens
  • Umfassende käufer- und verkäuferseitige Begleitung von Transaktionen (u.a. strukturierte Bieterverfahren, Due Diligence, Prozessbegleitung und Verhandlungsunterstützung, Kaufpreisermittlung)
  • Begleitung von Kooperations- und Zusammenschlussprozessen (u.a. Prozessbegleitung, Verhandlungs- und Gesprächsunterstützung, Due Diligence, Ermittlung von Anteilsverhältnissen)
  • Unternehmensbewertungen u.a. nach IDW S1 
  • Erstellung und Plausibisierung von Businessplänen
  • externe und interne Referententätigkeit 
  • Fachartikel zur Beratung von Transaktionen, Zusammenschlüssen und Bewertungen von Unternehmen des Gesundheits- und Sozialwesens
Veröffentlichungen in der Fachpresse 2019
  • Verbünde stehen besser da: Wohlfahrt intern, 7.8/2019, S. 22-23.