Solidaris Unternehmensberatung für die Gesundheits- und Sozialwirtschaft

Insolvenznahe Beratung: Wege aus der Krise

Ein Unternehmen zu führen heißt auch immer Risiken einzugehen. Doch was, wenn die wirtschaftliche Situation sich ändert, die Risiken sich häufen und überhandnehmen? Dann kann es schnell zu einer bestandsgefährdenden Situation kommen und eine Liquiditätslücke, die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung droht.

Haben erste Bemühungen einer Restrukturierung nicht den erhofften Erfolg gebracht, befindet sich das Unternehmen bereits in einer vorangeschrittenen Krise. Weiterführende Überlegungen sind notwendig und müssen rasch angegangen werden. Entscheidend ist hierbei zunächst die grundlegende Beurteilung, welche Sanierungs-Möglichkeit infrage kommt bzw. die besten Erfolgsaussichten bietet.

Insolvenznahe Beratung mit Erfahrung

Als Branchenexperte der Gesundheits- und Sozialwirtschaft wissen wir, welche Maßnahmen wirken. Und welche nur in ausgewählten Ausnahmefällen sinnvoll sind. So können wir Ihnen eine individuelle Beratung bieten, die auf rund 90 Jahre Branchenerfahrung zurückgreift. Dabei haben wir stets im Blick, dass in der Branche eine andere Kommunikation notwendig ist. Denn Unternehmen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft sind häufig emotionaler geprägt als in der freien Wirtschaft. Eine feinfühlige Kommunikation ist daher umso wichtiger.

Unsere Beratungsteams setzen sich interdisziplinär zusammen. Neben Betriebswirten ziehen wir Steuerberater und Rechtsanwälte hinzu, um einen möglichst umfassenden Blick auf die Fragestellungen zu ermöglichen. Gesellschaftern, Geschäftsführern, Gläubigern und Insolvenzverwaltern im insolvenznahen Umfeld bieten wir damit eine übergreifende Unterstützung an. Und bei Bedarf greifen wir dabei auf unser Partner-Netzwerk zu. So entwickeln wir die bestmöglichen Handlungsoptionen für Ihr Unternehmen.

Umfassende Leistungen für optimale Lösungen

Unsere Leistungen umfassen dabei insbesondere folgende Bereiche:

  • Beurteilung des Vorliegens von Insolvenzeröffnungsgründen (IDW S 11)
  • Entscheidungshilfe zu richtigen Sanierungs-Möglichkeiten: Restrukturierungsverfahren (StaRUG), Eigenverwaltung, Insolvenzplan oder Regelverfahren
  • Unterstützung bei einer Planungsplausibilisierung im Insolvenzverfahren
  • Erstellung von Liquiditätsplanungen und Hilfe bei der Liquiditäts-Steuerung
  • Erarbeitung weiterführender Restrukturierungskonzepte
  • Unterstützung bei der Aufstellung eines Restrukturierungs- oder Insolvenzplans
  • Beratung zur Wahl eines Restrukturierungsmoderators
  • Beratung zur Wahl eines Restrukturierungsbeauftragten
  • Unterstützung bei der Erstellung einer Schutzschirm-Bescheinigung nach § 270b InsO
  • Mithilfe und Prozesssteuerung in „Distressed M&A“-Situationen

 

Eine tiefgreifende Prüfung der Optionen ist unerlässlich

Die drohende Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens kann viele Ursachen haben. Ebenso viele unterschiedliche Themen gibt es, die bei der insolvenznahen Beratung zu beachten sind. Eine sorgfältige und tiefgreifende Prüfung der Situation und der Handlungsoptionen ist daher unerlässlich.

Unterstützende Leistungen bei der Beurteilung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung

Nach §§ 270 ff. der deutschen Insolvenzordnung (InsO) können Schuldner die Insolvenzmasse unter Aufsicht eines Sachwalters selbst verwalten und über sie verfügen. Der Schuldner wird damit zum Insolvenzverwalter in eigener Sache. Durch die Eigenverwaltung kann das vorhandene unternehmerische Know-how bei der Sanierung genutzt werden.

Ist das Restrukturierungsverfahren nach StaRUG eine Option für mich?

Das Unternehmensstabilisierungs- und Restrukturierungsgesetz (StaRUG) versucht die Lücke zwischen außergerichtlicher und der Sanierung in der Insolvenz zu schließen. Es ergänzt somit die bereits vorhandenen Möglichkeiten der InsO. Mit dem Gesetz wird ein Impuls zur frühzeitigen "außergerichtlichen Sanierung" gesetzt. Mit dem eigenständigen Sanierungsrecht soll es möglich sein, eine frühzeitig erkannte Schieflage ohne eine Insolvenz gemeinsam mit den Gläubigern anzugehen. Allerdings ist noch nicht absehbar, ob dieses Verfahren auch wirklich den erwarteten Mehrwert für das zu betrachtende Unternehmen bringen kann.

Hilfestellung beim Liquiditätsmanagement/der Liquiditätsplanung

Bei einer Insolvenz ist es mittlerweile die Regel, dass Gerichte eine erste oberflächliche Prüfung für Anzeichen einer Insolvenzverschleppung durchführen. Zudem können Gläubiger Anzeige aus demselben Grund stellen, was Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zur Folge hat. Die Geschäftsführung muss darlegen können, wie die Liquiditätsplanung erstellt und welche Annahmen dabei getroffen wurden. Das Haftungsrisiko kann durch die frühzeitige Begleitung eines Beraters deutlich reduziert werden, der die Planungen überprüft, plausibilisiert und dokumentiert hat.

Prüfung des Sanierungskonzepts

Ein Sanierungskonzept dokumentiert den geplanten Sanierungs-Weg und enthält klare Aussagen über die Erfolgsaussichten. Mit ihm können Erfolgschancen effektiv gesteigert werden. Zudem können Haftungs- und Anfechtungsrisiken signifikant gesenkt werden. Bei einer insolvenznahen Beratung ist es daher unerlässlich, das bestehende Sanierungskonzept samt der entsprechenden Planung kritisch zu prüfen.

Verkauf in Insolvenz

Insolvenz erscheint für jeden Betrieb ein Tiefpunkt, dies muss jedoch nicht zwingend die Zerschlagung bedeuten. Auch ein Verkauf oder Teilverkauf sind denkbar, um Sanierung und Fortbestand zu erreichen. Hierfür müssen jedoch Werte wie Immobilien o.ä. vorhanden sein. Die Suche nach einem Käufer, die Aufbereitung der Daten und der Verkaufsprozess sollten dabei von einem erfahrenen Berater begleitet werden.

 

Kontakt
Ihre Ansprechpartner an unseren Standorten:
Köln

Marcel Waldecker, LL.M.
+49 (0)2203 8997-384
 
Leiter Geschäftsfeld Restrukturierung und Sanierung

 Solidaris Revisions-GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Waldecker, Restrukturierung und Sanierung

Marcel Waldecker

  • 2011 - 2013 Master Studium der Betriebswirtschaftslehre (M.Sc.) an der Universität Duisburg-Essen
  • 2016 - 2018 Studium in Wirtschaftsrecht & Restrukturierung (LL.M.) an der Westfälische Wilhelms-Universität Münster
  • 2014 - 2020 bei Ernst&Young in der Restrukturierungsberatung tätig. Im Jahr 2018 Wechsel als Projektleiter in das Ernst&Young Beratungsteam für Unternehmen der Gesundheitsversorgung.
  • seit 1. Januar 2021 für die Solidaris Unternehmensberatungs-GmbH tätig

Schwerpunkte

  • Beratung finanzieller, organisatorischer und strategischer Fragestellungen in Krisensituationen
  • Erstellung von Sanierungsgutachten nach IDW S6
  • Erarbeitung von Zukunftskonzepten inkl. Maßnahmenprogrammen
  • Plausibilisierung und Erstellung von kurzfristigen und mittelfristigen Liquidität- und Ertragsplanungen
  • Begleitung von Sanierungsvorhaben und Sanierungscontrolling