Pauschalierendes Entgeltsystem für Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP)

Ausgangslage:

Um einen Anreiz zum Umstieg auf PEPP zu geben, werden Kliniken, die 2015 oder 2016 auf PEPP umsteigen oder bereits umgestiegen sind, besonders gefördert: Sie können bei den Budgetverhandlungen die Grundlohnrate, deren Entwicklung sonst die Obergrenze des Budgetanstiegs markiert, (maximal) mit dem Faktor 2 ansetzen. Der Umstieg auf PEPP ist daher neben dem Vorteil, auf den verpflichtenden Umstieg vorbereitet zu sein, auch finanziell eine attraktive Alternative gegenüber der Abrechnung nach Psych-PV und wird von immer mehr Kliniken genutzt.


Dennoch stellt der Umstieg auf das neue Entgeltsystem viele psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen vor große Herausforderungen. Häufig fehlen definierte Prozesse für die Bereiche Leistungserfassung, Dokumentation, Kodierung und Rechnungsstellung, um eine erfolgreiche Implementierung des Systems zu erreichen. In der Regel fallen beim Einstieg in PEPP Dokumentationsprobleme auf, die sich dann direkt auf die Vergütung und den Ausgang der Budgetverhandlungen auswirken. Für die Vorbereitung der Budgetverhandlung stellt eine umfassende Analyse der Leistungsdaten eine gute Ausgangsbasis dar. Die Schwierigkeit liegt hierbei insbesondere in der Erklärung von krankenhausindividuellen, strukturellen Besonderheiten und von Kodierauffälligkeiten. Zu Steuerungszwecken sollte das Berichtswesen um Leistungsaspekte von PEPP frühzeitig ergänzt werden.

Ihr Nutzen:

  • Sie kennen Ihre Kostenstruktur, Ihren Auslastungsgrad und den Deckungsbeitrag einzelner Fachbereiche
  • Sie erfüllen Dokumentationsanforderungen zur Erlössicherung
  • Sie verfügen über ein einheitliches Vorgehen bei der medizinischen Dokumentation und Leistungserfassung
  • Sie überarbeiten Ihr Berichtswesen und analysieren Ihre Leistungsdaten, Erlös- und Kostenstrukturen
  • Sie sammeln praktische Erfahrungen im neuen Entgeltsystem und erhalten Möglichkeiten der Mitgestaltung
  • Sie refinanzieren die Kosten der Kostenträgerrechnung durch die Aufwandspauschale des InEK

Ziele unserer Beratungsleistung:

  • Erarbeitung und Optimierung von Abläufen zur Sicherstellung der Abrechnungsfähigkeit psychiatrischer und psychosomatischer Leistungen für eine nachhaltige Erlössicherung
  • Festlegung von Verantwortlichkeiten sowie Schaffung von Strukturen und Prozessen

Leistungsumfang:

Vorbereitung und Begleitung bei der PEPP-Kalkulation:

  • Ggf. Vorabprüfung der Voraussetzungen für die Einrichtung einer Kostenträgerrechnung (Quick Check)
  • Analyse der Kosten- und Leistungsdaten Ihres Krankenhauses unter Beachtung der Vorgaben des InEK-Kalkulationshandbuches und eigener langjährig erprobter Standards
  • Erstellung der Kostendaten gemäß § 21 KHEntgG zur Übermittlung an die Datenannahmestelle der Selbstverwaltung
  • Begleitung beim InEK-Fehlerverfahren
  • Vergleich der Kalkulationsergebnisse mit den offiziellen bundesweiten Kalkulationsergebnissen der InEK GmbH
  • Analyse der Kalkulationsergebnisse auf PEPP- bzw. Fallebene

Unterstützung bei der Budgetverhandlung:

  • Prospektive Analyse der Leistungsdaten (insbesondere ET)


Umstieg auf PEPP:

  • Analysephase

    • Erfassung und Analyse der Ist-Situation mit Hilfe von Interviews
    • Beschreibung der bisherigen Prozesse und Erstellung eines idealen Dokumentationsprozesses
    • Festlegung von Verantwortlichkeiten
    • Definition von Leistungskennzahlen
    • Simulation zukünftiger Erlöse

  • Einführungsphase

    • Erstellung eines Schulungskonzeptes und bei Bedarf Durchführung von Schulungen
    • Umsetzung der zuvor definierten Prozesse und ggf. Anpassungen
    • Einführungsbegleitung
    • Controlling mithilfe von Leistungskennzahlen und Berichten

  • Kontrollphase

    • Kontinuierliche Projektüberwachung anhand zuvor festgelegter Kriterien und Leistungs-kennzahlen 

Zielgruppe:

Krankenhäuser mit Fachabteilungen für Psychiatrie und Psychosomatik, psychiatrische und psychosomatische Fachkrankenhäuser

Kontakt
Ihre Ansprechpartner an unseren Standorten:
Köln
Dipl.-Vw.
Isabel Walther
+49 2203 8997-510
 
Solidaris Unternehmensberatungs-GmbH
Schwerpunkte
  • Kostenträgerrechnung bei psychiatrischen, psychosomatischen und somatischen Einrichtungen
Köln
Dipl.-Inf.
Stefan Wich
+49 (0)22038997-512
 
Solidaris Unternehmensberatungs-GmbH
Schwerpunkte
  • Kostenträgerrechnung
  • Investitionskostenkalkulation
  • Softwareentwicklung