Corona-Überbrückungshilfe: Zweite Phase hat begonnen (Update 20.11.2020)

Die Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen geht in die zweite Runde.

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Die zweite Phase der Überbrückungshilfe für kleine und mittlere Unternehmen, Selbständige und gemeinnützige Unternehmen (kurz Überbrückungshilfe) hat begonnen. Sie umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Die Zugangsvoraussetzungen wurden im Vergleich zur ersten Phase reduziert und die prozentualen Fördersätze erhöht. Die maximale Förderungshöhe beträgt bezogen auf vier Fördermonate 200.000 €. Die Förderung kann seit dem 21. Oktober 2020 beantragt werden. Einzelheiten dazu können den FAQ zur "Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen" entnommen werden.

Aus den aktuell zur Verfügung stehenden Informationen der zuständigen Bundesministerien ergeben sich folgende wesentliche Änderungen im Vergleich zum ersten Förderzeitraum:

Flexibilisierung der Eintrittsschwelle
Antragsberechtigt ist nun, wer

  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 50% in zwei zusammenhängenden Referenzmonaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder
  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum

verzeichnet hat.

Wegfall der KMU-Deckelungsbeträge
Bisher war die maximale monatliche Förderhöhe für Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten auf 3.000 € und für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten eine Höchstgrenze von 5.000 € im Monat begrenzt. Jetzt ist eine Förderung in Höhe von bis zu 50.000 € im Monat unabhängig von der Mitarbeiterzahl möglich.

Gestaffelte Erhöhung der monatlichen Fördersätze bzw. Reduzierung des vorausgesetzten Umsatzeinbruch

Künftig können erstattet werden:

  • 90 % der Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch (bisher 80 % der Fixkosten),
  • 60 % der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 % und 70 % (bisher 50 % der Fixkosten) und
  • 40 % der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30 % (bisher bei mehr als 40% Umsatzeinbruch).

Die Personalkostenpauschale von 10 % der förderfähigen Kosten wird auf 20 % erhöht.

Bei der Schlussabrechnung sollen künftig Nachzahlungen ebenso möglich sein wie Rückforderungen. Die Schlussabrechnung durch den prüfenden Dritten hat innerhalb eines Jahres nach Ende des Förderungshöchstzeitraums zu erfolgen, also bis zum 31. Dezember 2021.

Antragstellung

Wie bereits in der Vergangenheit erfolgt die Beantragung in einem vollständig digitalisierten Verfahren über einen so genannten „prüfenden Dritten“ (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer, Rechtsanwalt). Bei diesen, meist mit dem Unternehmen vertrauten Beteiligten findet eine Vorprüfung statt. Dadurch soll die Antragsbearbeitung und Auszahlung der Fördergelder durch die Bewilligungsstellen der Bundesländer beschleunigt werden.

Anträge für die zweite Phase können bis zum 31. Januar 2021 gestellt werden. Eine rückwirkende Antragstellung für die Monate September, Oktober, November und Dezember 2020 ist möglich, jedoch ebenfalls spätestens bis zum 31. Januar 2021.

Gerne beraten wir Sie und übernehmen die Antrags- sowie Schlussabrechnungserstellung für Ihre Einrichtung.

Kontakt
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Müller
Philipp Johannes Müller
  • Studium der Rechtswissenschaft in Freiburg und Fribourg (Schweiz)
  • 2014 Tätigkeit für eine Großkanzlei in Delhi, Indien
  • seit 2014 Rechtsanwalt
  • 2014 – 2018 Rechtsanwalt in einer mittelständischen Kanzlei, Freiburg
  • 2017 – 2018 Aufsichtsratsvorsitzender einer international tätigen AG
  • seit 2018 bei der Solidaris Rechtsanwaltsgesellschaft
Schwerpunkte
  • Gesellschaftsrecht 
  • Handelsrecht
Aktivitäten
  • Forscht an der Universität Freiburg zu gesellschaftsrechtlichen Entwicklungen in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein.
Veröffentlichungen in der Fachpresse 2019
  • Ressortaufteilung schützt nicht vor Haftung: neue caritas, Heft 12, 2019, S. 26.
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Szük
Stefan Szük
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre (Diplom 2006) an der Universität Köln
  • Berufsexamen zum Steuerberater (2008) und Wirtschaftsprüfer (2011)
  • Leiter des KompetenzTeams Prüfung
  • Leiter des Solidaris BranchenTeams Kinder- und Jugendhilfe/Bildung
Schwerpunkte
  • Jahresabschluss- / Konzernabschlussprüfungen
  • Rechnungslegung und Prüfung von Krankenhäusern, Komplexeinrichtungen Einrichtungen der Alten- und der Kinder- und Jugendhilfe im gemeinnützigen Bereich
  • Beratung von Organisationen im Gesundheits- und Sozialwesen, insbesondere bei steuerrechtlichen und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen
  • Begleitung von Umstrukturierungen, Kooperationen und Transaktionen
  • Prüfung von Businessplänen
  • externe und interne Referententätigkeit zur Rechnungslegung und Prüfung
  • Fachartikel zur Rechnungslegung und Prüfung von Non-Profit-Organisationen
Veröffentlichungen in der Fachpresse
2016
  • Abschreibungsfinanzierung mittels "Schütt-aus-Hol-zurück"-Methode bei Krankenhäusern: WPg, 5/2017, S. 576-582.