Corona-Überbrückungshilfe: Antragstellung für erste Phase nur noch bis 30. September möglich – Einzelheiten zur zweiten Phase veröffentlicht

Die Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen geht in die zweite Runde. Noch bis Ende September ist die rechtzeitige Antragstellung für den alten Förderzeitraum möglich. Indessen hat das Bundesfinanzministerium Einzelheiten zur zweiten Phase der Überbrückungshilfe veröffentlicht.

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Der Förderzeitraum für die erste Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) ist abgelaufen. Anträge für diesen Zeitraum können laut Angaben des Ministeriums noch bis Ende September 2020 gestellt werden.
 
Wichtig: Eine rückwirkende Antragstellung für die Fördermonate Juni bis August 2020 ist nach dem 30. September 2020 nicht mehr möglich! Die zwei Phasen der Förderung sind hinsichtlich der Antragstellung getrennt zu betrachten.

Am 18. September 2020 hat das Bundesfinanzministerium nun eine Pressemitteilung mit Einzelheiten zur zweiten Phase der Überbrückungshilfe veröffentlicht. Demnach wird das Förderprogramm ausgeweitet. Die Förderzeiträume der ersten Phase schließen nahtlos an die der zweiten Phase an, wobei für jede Phase ein separater Antrag gestellt werden muss.

Auch in der zweiten Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate September bis Dezember 2020) werden kleine und mittelständische Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler, die von der COVID-19-Pandemie besonders stark betroffen sind, mit nicht rückzahlbaren Zuschüssen gefördert. Die maximale Förderhöhe liegt bei 200.000 € bezogen auf vier Fördermonate.

Einzelheiten zur zweiten Phase der Überbrückungshilfe

Die wesentlichen Änderungen sind:

Flexibilisierung der Eintrittsschwelle
Antragsberechtigt ist nun, wer

  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder
  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum

verzeichnet hat.

Wegfall der KMU-Deckelungsbeträge
In der ersten Phase der Überbrückungshilfen war die Förderhöhe noch an die Anzahl der Beschäftigten gekoppelt (3.000 € bei bis zu fünf Beschäftigten und bis zu 5.000 € bei bis zu 10 Beschäftigten im Monat). Diese Begrenzung entfällt in der zweiten Phase.

Erhöhung der monatlichen Fördersätze bzw. Reduzierung des vorausgesetzten Umsatzeinbruchs
Künftig können erstattet werden:

  • 90% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzeinbruch (bisher 80% der Fixkosten),
  • 60% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70% (bisher 50% der Fixkosten) und
  • 40% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30% (bisher bei mehr als 40% Umsatzeinbruch).


Die Personalkostenpauschale von 10% der förderfähigen Kosten wird auf 20% erhöht.

Bei der Schlussabrechnung sollen künftig Nachzahlungen ebenso möglich sein wie Rückforderungen.

Antragstellung

Wie bereits in der Vergangenheit erfolgt die Beantragung in einem vollständig digitalisierten Verfahren über einen so genannten „prüfenden Dritten“ (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer, Rechtsanwalt). Bei diesen, meist mit dem Unternehmen vertrauten Beteiligten findet eine Vorprüfung statt. Dadurch soll die Antragsbearbeitung und Auszahlung der Fördergelder durch die Bewilligungsstellen der Bundesländer beschleunigt werden.

Anträge für die 2. Phase können voraussichtlich ab Oktober gestellt werden. Gerne beraten wir Sie und übernehmen die Antragstellung für Ihre Einrichtung.

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Müller
Philipp Johannes Müller
  • Studium der Rechtswissenschaft in Freiburg und Fribourg (Schweiz)
  • 2014 Tätigkeit für eine Großkanzlei in Delhi, Indien
  • seit 2014 Rechtsanwalt
  • 2014 – 2018 Rechtsanwalt in einer mittelständischen Kanzlei, Freiburg
  • 2017 – 2018 Aufsichtsratsvorsitzender einer international tätigen AG
  • seit 2018 bei der Solidaris Rechtsanwaltsgesellschaft
Schwerpunkte
  • Gesellschaftsrecht 
  • Handelsrecht
Aktivitäten
  • Forscht an der Universität Freiburg zu gesellschaftsrechtlichen Entwicklungen in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein.
Veröffentlichungen in der Fachpresse 2019
  • Ressortaufteilung schützt nicht vor Haftung: neue caritas, Heft 12, 2019, S. 26.
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Stefan Szük
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre (Diplom 2006) an der Universität Köln
  • Berufsexamen zum Steuerberater (2008) und Wirtschaftsprüfer (2011)
  • Leiter des KompetenzTeams Prüfung
  • Leiter des Solidaris BranchenTeams Kinder- und Jugendhilfe/Bildung
Schwerpunkte
  • Jahresabschluss- / Konzernabschlussprüfungen
  • Rechnungslegung und Prüfung von Krankenhäusern, Komplexeinrichtungen Einrichtungen der Alten- und der Kinder- und Jugendhilfe im gemeinnützigen Bereich
  • Beratung von Organisationen im Gesundheits- und Sozialwesen, insbesondere bei steuerrechtlichen und betriebswirtschaftlichen Fragestellungen
  • Begleitung von Umstrukturierungen, Kooperationen und Transaktionen
  • Prüfung von Businessplänen
  • externe und interne Referententätigkeit zur Rechnungslegung und Prüfung
  • Fachartikel zur Rechnungslegung und Prüfung von Non-Profit-Organisationen
Veröffentlichungen in der Fachpresse
2016
  • Abschreibungsfinanzierung mittels "Schütt-aus-Hol-zurück"-Methode bei Krankenhäusern: WPg, 5/2017, S. 576-582.