Pflegepersonaluntergrenzen und Pflegequotient in der Wirtschaftsplanung

Pflegeauslastung im Fokus der Krankenhaussteuerung

Verordnung zur Pflegepersonaluntergrenze

Seit Beginn des Jahres 2019 gilt die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV). Die Pflegepersonaluntergrenzen (PpUG) gelten derzeit für neun pflegesensitive Bereiche und definieren die Mindestmenge von Pflege- und Pflegehilfskräften, die gemäß der durchschnittlichen Patientenbelegung auf einer Station je Schicht vorzuhalten sind. Eine Unterschreitung der PpUG hat Sanktionen zur Folge. Seit August 2021 wird zusätzlich ein Pflegepersonalquotient standortbezogen ermittelt und über das InEK veröffentlicht. Der Pflegepersonalquotient gibt das Verhältnis von Pflegekräften zum Pflegeaufwand an und ist für das gesamte Klinikum gültig. Für den Pflegepersonalquotienten wird ebenfalls eine Mindestvorgabe definiert, bei deren Nichterfüllung weitere Sanktionen vorgesehen sind.

Die aktuelle Gesetzgebung hat die Pflegeauslastung in den Fokus der Krankenhaussteuerung und -planung gerückt. Während des Geschäftsbetriebes und in der Planung müssen daher neue Risiken wie der Vergütungsausfall aufgrund des Unterschreitens von Mindestgrenzen überwacht bzw. berücksichtigt werden. Eine gute Pflegepersonalsteuerung und aktives Belegungsmanagement können dem Ressourcen-Engpass der Pflege entgegenwirken.

Praxis-Hinweis

Wir unterstützen Sie bei der Erstellung des Wirtschaftsplans und insbesondere bei der Pflegepersonalplanung. Gemeinsam mit Ihnen erarbeiten wir eine klinikindividuelle Risikoeinschätzung bezüglich zukünftiger Pflegepersonalengpässe und ihren finanziellen Auswirkungen. Mit der Einführung eines Pflege-Berichtswesens (Pflege-Cockpit) unterstützen wir Sie bei der Optimierung Ihres Belegungsmanagements und Ihrer Pflegepersonalsteuerung.

Kontakt
Ihre Ansprechpartner an unseren Standorten:
Köln

Anna Katharina Neumann (M.Sc.)
+49 (0)2203 8997-516
 

Solidaris Unternehmensberatungs-GmbH

Anna Katharina Neumann

  • Bachelorstudium im Fachbereich Management im Gesundheitswesen mit dem Schwerpunkt Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen
  • Masterstudium im Fachbereich Public Health
  • Werkstudententätigkeit im strategischen Leistungs- und Gesundheitsmanagement einer privaten Krankenversicherung
  • Seit 1. März 2018 für die Solidaris Unternehmensberatungs-GmbH tätig

Schwerpunkte

  • Beratung in Fragestellungen der Strategie und Organisationsentwicklung im Gesundheits- und Sozialwesen
  • Beratung in Fragestellungen zum Pflegebudget
  • Markt- und Wettbewerbsanalysen
  • Konzepte zur wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit
  • Begleitung bei Transaktionsprojekten (u. a. strukturierte Bieterverfahren)
  • Begleitung bei der InEK-Kalkulation, Kostenträgerrechnung

Veröffentlichungen in der Fachpresse
2019

  • Psych-Krankenhausvergleich und Psych-Budgetverhandlung 2020: Welche Neuerungen sind zu erwarten?: Health&Care Management, 9/2019, S. 58-59. 
  • Sicherstellungszuschläge. Defizite ausgleichen. Health&Care Management, 7-8/2019, S. 56-57.