DRS 20: Neue Anforderungen an den Konzernlagebericht

Das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee e. V. (DRSC) hat im September 2012 den Standard DRS 20 Konzernlagebericht verabschiedet. Im Rahmen der Bekanntmachungen durch das Bundesministerium der Justiz wurden nur geringfügige Änderungen vorgenommen.

DRS 20 regelt die Lageberichterstattung für alle Mutterunternehmen, die einen Konzernlagebericht gem. § 315 HGB aufzustellen haben oder freiwillig aufstellen. Der Entwurf zu DRS 20 (E-DRS 27) war im Dezember 2011 veröffentlicht und bis Ende April 2012 öffentlich diskutiert worden. Die Anforderungen an die Konzernlageberichterstattung werden im Standard DRS 20 zusammengeführt, d. h. DRS 20 ersetzt künftig sowohl DRS 15 Lagebericht als auch DRS 5 Risikoberichterstattung. 

Der Standard DRS 20 enthält nach wie vor die Empfehlung, die Regeln des DRS 20 auch für den Einzelabschluss nach  § 289 HGB anzuwenden. Die wesentlichste Änderung des DRS 20 gegenüber dem Entwurf E-DRS 27 betrifft die Strategie-berichterstattung. Diese ist nunmehr als fakultatives Element vorgesehen, während der Entwurf noch eine Verpflichtung vorsah. Weitere Änderungen betreffen die Prognoseberichterstattung. Der Prognosezeitraum wird von zwei Jahren auf ein Jahr verkürzt, im Gegenzug ist dafür die Prognosegenauigkeit zu erhöhen. 

Praxis-Hinweis: Verpflichtend anzuwenden ist DRS 20 spätestens ab dem Geschäftsjahr, das nach dem 31. Dezember 2012 beginnt. Eine frühere Anwendung ist zulässig und wird empfohlen.

 

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Veröffentlichungen in der Fachpresse
2016
  • Rheinland-Pfalz: Nicht verwendete Instandhaltungsmittel passivieren: Das Altenheim, 6/2016,
    S. 34-35.
  • Keine Nachbesserung in Sicht: Health&Care Management, 6/2016, S. 46-47.
  • Finanzierung wird verbessert: CAREkonkret, 4/2016.