Die neue Kapitalflussrechnung nach DRS 21

Im Bundesanzeiger ist der Deutsche Rechnungslegungs Standard Nr. 21 Kapitalflussrechnung (DRS 21) durch das Bundesministerium der Justiz gemäß § 342 Abs. 2 HGB bekannt gemacht worden. DRS 21 regelt die Grundsätze der Aufstellung von Kapitalflussrechnungen im Konzernabschluss (§ 297 Abs. 1 HGB). DRS 21 ersetzt die bisherigen Standards DRS 2 Kapitalflussrechnung, DRS 2-10 Kapitalflussrechnung von Kreditinstituten und DRS 2-20 Kapitalflussrechnung von Versicherungsunternehmen. Der DRS 2 wurde insgesamt und umfassend überarbeitet. Der neue DRS 21 folgt einer neuen Grundstruktur und ist daher kein reiner Änderungsstandard.

Der Standard ist verpflichtend anzuwenden für nach dem 31. Dezember 2014 beginnende Geschäftsjahre, eine frühere Anwendung ist zulässig und wird seitens des DRSC empfohlen.
Ausgangsgröße bei der Darstellung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist grundsätzlich das Periodenergebnis. Es besteht keine Pflicht zur Angabe von Vorjahreszahlen.

Erhaltene Zinsen und Dividenden sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit und nicht mehr im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit darzustellen. Gezahlte Zinsen sind im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit und nicht mehr im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit auszuweisen. Eine der zentralen Änderungen betrifft die neue Definition der Zahlungsmitteläquivalente und der Abgrenzung des Finanzmittelfonds.

Anders als bisher sind jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, als negative Fondsbestandteile in den Finanzmittelfonds einzubeziehen und offen abzusetzen.

 

 

 

 

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  • Steuerliche Beratung und Prüfung von Vereinen, Stiftungen und GmbHs
  • Neu- und Umstrukturierungen
Veröffentlichungen in der Fachpresse
2016
  • Rheinland-Pfalz: Nicht verwendete Instandhaltungsmittel passivieren: Das Altenheim, 6/2016,
    S. 34-35.
  • Keine Nachbesserung in Sicht: Health&Care Management, 6/2016, S. 46-47.
  • Finanzierung wird verbessert: CAREkonkret, 4/2016.