Betriebsvergleiche: Altenheime

Struktur und Leistung der einbezogenen Altenheime

Der Betriebsvergleich Altenheime der Solidaris enthält für das Jahr 2015 die Daten von mehr als 250 Altenheimen aus dem Mandantenkreis der Solidaris. Altenheime mit 50 bis unter 90 Plätzen sind dabei mit 48 % am häufigsten vertreten, gefolgt von Altenheimen mit 90 bis 129 Plätzen mit 33 %. Im Durchschnitt verfügt ein Altenheim über 92 Plätze. Die geleisteten Pflegetage lagen bei rund 32.500 Tagen, was einer Auslastung von 97 % entspricht. Die Pflegeleistungsstruktur, gemessen am Anteil der einzelnen Pflegeklassen an den gesamten Pflegetagen, war im Jahr 2015 wie folgt:


Hieraus ergibt sich wie im Vorjahr eine Leistungsstrukturziffer, d. h. eine entsprechend den Pflegeklassen gewichtete Pflegeleistung in Relation zu den ungewichteten Pflegetagen, von 1,49. Bei einem durchschnittlichen Personaleinsatz von 57 Vollkräften (davon rund 33 Vollkräfte im Pflegedienst) bedeutet dies bei den oben angegebenen geleisteten Pflegetagen, dass eine Pflegevollkraft im Durchschnitt ca. 2,7 Bewohner versorgt.

Die Leistungsentgelte, betrachtet für gut 120 identische Al-tenheime, haben sich im Berichtsjahr um rund 3 % erhöht, nachdem sie im Vorjahr eine etwas stärkere Veränderung aufwiesen; über einen Zeitraum von drei Jahren betrachtet ergibt sich in der Pflegeklasse 1 für das Jahr 2015 ein durch-schnittliches Heimentgelt von 97,99 EUR nach 95,17 EUR für 2014 und 91,04 EUR für 2013. Damit stieg das Heimentgelt bei Pflegeklasse 1 von 2013 bis 2015 insgesamt um 7,6 %.

Ertragslage
Wesentlicher Aufwandsfaktor von Altenheimen ist mit durchschnittlich 62 % des betrieblichen Aufwandes der Personalaufwand. Der durchschnittliche Personalaufwand je Vollkraft beträgt 47 TEUR. Seine Entwicklung insgesamt und für den Pflegedienst ist in der nachfolgenden Abbildung für rund 120 identische Altenheime über drei Jahre dargestellt.


Der Personalaufwand je Vollkraft weist in 2015 gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 2,3 % auf. Gleichzeitig sind die Umsatzerlöse je Vollkraft ebenfalls gestiegen (+ 2,4 %). Betrachtet man den Personalaufwand je Vollkraft sowie die Umsatzerlöse je Vollkraft ausschließlich für den Pflegedienst, so ist auch hier bei beiden Kennzahlen ein leichter Anstieg zu verzeichnen.

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